Sky Spin wird Parcour: Ahrend plant Kirmes-Comeback für 2027
Sky Spin soll 2027 als Parcour unter FTE Ahrend zur Kirmes zurückkehren. Alles über die frühere Cyber Space-Achterbahn, ihre Geschichte und die Pläne.
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Kanurah 2026 bringt eine ungewöhnliche Mischung auf die Kirmes: Der niederländische Schausteller Louis Vallentgoed verbindet ein modernes Überschlagfahrgeschäft mit der Geschichte eines geheimnisvollen Maya-Tempels. Die neue Attraktion von Technical Park gehört zum Typ Jet Fighter. Allerdings beginnt das Erlebnis nicht erst mit der wilden Fahrt. Besucher sollen zuvor Teil einer Expedition werden – inklusive Vorshow, Soundtrack und einer eigens gestalteten Kulisse.
Inzwischen ist Kanurah mehr als eine Ankündigung. Das Fahrgeschäft war 2026 auf mehreren Volksfesten in Österreich, den Niederlanden und Deutschland zu erleben. Den ersten offiziellen Auftritt gab es beim Urfahraner Frühjahrsmarkt in Linz. Im Sommer folgte die Tilburgse Kermis, bei der auch die ausgebaute Vorshow präsentiert wurde. Wir stellen dir die Idee, die Technik und das bisherige Reisejahr genauer vor.
Eine große Pendelattraktion kann allein durch Höhe und Bewegung beeindrucken. Vallentgoed wollte jedoch einen Schritt weitergehen. Gemeinsam mit The Entertainment Crew entwickelte er ein Konzept, das die eigentliche Fahrt mit einer durchgehenden Erzählung verbindet. Die Gäste besuchen nicht einfach ein Fahrgeschäft. Stattdessen werden sie gedanklich zu Teilnehmern einer archäologischen Expedition.
Im Mittelpunkt steht der fiktive Forscher Marcus Vega. Er hat den Tempel von Kanurah entdeckt und benötigt Geld, um die Expedition fortzusetzen. Deshalb öffnet er die Anlage für zahlende Besucher. Was wie ein harmloser Besichtigungsausflug beginnt, verändert sich im Laufe der Inszenierung. Nach und nach wird deutlich, dass sich hinter dem Tempel ein Geheimnis verbirgt. Schließlich führt die Geschichte direkt zur eigentlichen Fahrt.
Schon die Kasse folgt diesem Gedanken. Anstelle eines gewöhnlichen Fahrgeschäftsnamens wird der Besuch als „Temple Tours“ inszeniert. Dadurch entsteht eine Verbindung zwischen dem Eingang, der Wartezone und der Attraktion. So sollen auch Menschen angesprochen werden, die neben intensiver Bewegung eine kleine Geschichte erleben möchten.
Ein besonderer Meilenstein folgte im Juli 2026. Im Interview mit Kermis FM erklärte Vallentgoed, dass die zuvor angekündigte Vorshow nun zur Attraktion gehört. In Tilburg konnten Besucher damit die umfassendere Version des Maya-Erlebnisses kennenlernen. Der zusätzliche Abschnitt ist als eigenständiger Raum gestaltet und führt die Tempelgeschichte weiter.
Alte Steine, Pflanzen und entsprechende Details erzeugen den Eindruck einer längst verlassenen Anlage. Die Inszenierung setzt dabei nicht allein auf Dekoration. Auch Ton, Licht und der dramaturgische Ablauf spielen eine Rolle. Laut Vallentgoed wurde die Musik speziell für das Fahrgeschäft komponiert. Die Vorführung selbst lässt sich über eine separate Steuerung starten, während weitere Effekte zum eigentlichen Fahrprogramm gehören.
Ursprünglich wurden zusätzlich Feuer- und Wassereffekte angekündigt. Allerdings war die konkrete Gestaltung während des ersten Reisejahres noch in Entwicklung. Deshalb solltest du nicht davon ausgehen, dass bei jedem Auftritt sämtliche angekündigten Showelemente tatsächlich vorhanden sind. Schon der Übergang vom Wartebereich über die Vorshow zum Fahrgeschäft macht Kanurah jedoch zu einer auffälligen Erscheinung.
Die niederländische Berichterstattung zeigte im Sommer außerdem Fotos von der Kasse und den gestalteten Räumen. Eine bebilderte Reportage bei Kermis FM gibt dir einen Eindruck davon, wie die Themenwelt umgesetzt wurde.
Hersteller der Anlage ist Technical Park aus Italien. Vallentgoed entdeckte den Jet Fighter nach eigenen Angaben auf einer Fachmesse in London. Das Modell knüpft technisch an den bekannten Loop Fighter an, setzt aber auf eine weiterentwickelte Gondelkonstruktion. Das Fahrgeschäft besitzt einen zentralen beweglichen Arm und zwei Fahrgastträger, die sich während der Fahrt zusätzlich überschlagen können.
Das bedeutet: Für die Fahrgäste ändert sich nicht nur die Höhe. Auch die eigene Ausrichtung verändert sich fortlaufend. Während der Hauptarm bewegt wird, entstehen intensive Rotationen und Überkopfpassagen. Das kann sich deutlich anders anfühlen als eine gewöhnliche Schiffschaukel, bei der die Sitze in einer festeren Orientierung bleiben.
Die Konstruktion erreicht etwa 24 Meter Höhe. Bei Kanurah kommt zur eigentlichen Technik außerdem eine ungewöhnlich umfangreiche Kulisse hinzu. Der Betreiber beschrieb den Aufbau in Tilburg als Arbeit für ein Team von fünf bis sechs Personen. Nach seinen Angaben wird die Anlage auf zwei Transporteinheiten befördert: eine für das Fahrgeschäft und eine für die zusätzliche Vorshow. Das zeigt, welchen Aufwand Vallentgoed in das mobile Gesamtkonzept investiert.
Wer solche Bewegungen nicht gewohnt ist, sollte sich vor der Fahrt über die Freigaben informieren. Überkopfbewegungen und starke Richtungswechsel gehören ausdrücklich zum Konzept. Die verbindlichen Sicherheits- und Größenregeln stehen an der jeweiligen Attraktion vor Ort.
Die optische Gestaltung übernimmt bei Kanurah eine größere Rolle als bei vielen klassischen Überschlaggeschäften. Der Maya-Tempel ist nicht nur eine Kulisse hinter der Technik. Er liefert vielmehr den Rahmen für die gesamte Besucherführung. Von der Kasse bis zur Fahrt sollen kleine Hinweise und die eigens entwickelte Geschichte ein zusammenhängendes Erlebnis schaffen.
Die Herausforderung liegt darin, eine solche Inszenierung transportabel zu halten. Auf dem Jahrmarkt stehen andere Flächen und Aufbauzeiten zur Verfügung als in einem Freizeitpark. Deshalb muss das Gestaltungskonzept immer wieder an unterschiedliche Festplätze angepasst werden. Einige Teile der Kulisse wurden während der Saison erst nach und nach ergänzt. So war die vollständige Hintergrundgestaltung nicht überall gleichzeitig zu sehen.
Gerade das macht die Anlage redaktionell interessant: Kanurah zeigt, dass sich ein klassisches reisendes Fahrgeschäft und aufwendige Themenpark-Elemente nicht ausschließen müssen. Die aufeinander abgestimmten Kulissen, Soundeffekte und Bewegungen geben dem Jet Fighter eine eigene Identität. Ob dieses Konzept langfristig weitere Schausteller inspiriert, bleibt abzuwarten.
Die Premiere fand im Frühjahr 2026 beim Urfahraner Markt in Linz statt. Die Stadt selbst nannte Kanurah in ihrer Ankündigung ausdrücklich als neues Actionfahrgeschäft im Maya-Design. Danach war die Anlage auf niederländischen Kirmessen unterwegs. Ein wichtiger Sommerauftritt führte sie nach Tilburg, wo Besucher im Juli das um die Vorshow ergänzte Erlebnis kennenlernen konnten.
Auch in Deutschland machte Kanurah 2026 auf sich aufmerksam. So gehörte der Jet Fighter zum Programm des Cannstatter Volksfestes und später zum Herbstsend in Münster. Der internationale Reisebetrieb passt zur Betreiberfamilie, die in der niederländischen Schaustellerszene seit Generationen aktiv ist. Vallentgoed selbst hatte vor Kanurah bereits Erfahrung mit dem Fahrgeschäft Power Surge gesammelt.
Ein Auftritt in einer früheren Saison ist allerdings keine automatische Bestätigung für die nächste Ausgabe desselben Festes. Wenn du wissen möchtest, ob Kanurah künftig in deiner Nähe gastiert, lohnt sich deshalb ein Blick in unseren aktuellen Kirmeskalender. Dort unterscheiden wir zwischen bereits bestätigten Einsätzen und Veranstaltungen, deren Beschickung noch nicht vollständig feststeht.
Auf Fotos wird vor allem die tempelartige Gestaltung sichtbar. Wie sich die beiden Gondeln tatsächlich bewegen, erkennst du am besten in einem Video. Der folgende Offride-Mitschnitt entstand während der Tilburgse Kermis 2026. Er zeigt die reale Anlage von Louis Vallentgoed und nicht nur ein baugleiches Modell eines anderen Betreibers.
Die Außenperspektive macht die Kombination aus dem beweglichen Hauptarm und den Überschlägen besonders deutlich. Wenn dich dagegen der Aufbau der Themenwelt interessiert, findest du in der bereits verlinkten Fotoreportage von Kermis FM Aufnahmen von der zusätzlichen Vorshow und den Details im Zugangsbereich.
Kanurah ist in erster Linie ein Thrillride. Wenn du intensive Rotationen, Überkopfpassagen und hohe Bewegungen magst, dürftest du hier auf deine Kosten kommen. Gleichzeitig hebt die Geschichte das Erlebnis von einer rein technischen Fahrt ab. Du kannst die Atmosphäre schon vor dem Einsteigen wahrnehmen und dich auf die Rolle als Teilnehmer einer Tempel-Expedition einlassen.
Für Besucher, die lieber gemütlich fahren, ist Kanurah dagegen weniger geeignet. Auch wenn die Maya-Kulisse zunächst an eine Familienattraktion erinnern kann, bleibt die eigentliche Fahrt ein anspruchsvolles Überschlaggeschäft. Wer nur fotografieren oder zuschauen möchte, findet von außen interessante Perspektiven auf die Bewegung und die dekorierte Front.
Alle bekannten technischen Eckdaten, die Historie des Betreibers und ein weiteres Video findest du außerdem im bereits vorhandenen Attraktionsporträt Kanurah – Vallentgoed. Dort werden auch verknüpfte Veranstaltungen angezeigt. So kannst du den Werdegang dieser besonderen Kirmes-Neuheit weiterverfolgen.
Quellen: Stadt Linz – Urfahraner Frühjahrsmarkt 2026; Kermis FM – Interview mit Louis Vallentgoed und Fotoreportage, 19.07.2026; Looopings – Themenkonzept. Video: Funfair Vlogs, Offride der realen Anlage auf der Tilburgse Kermis 2026. Die verlinkten Fotos verbleiben aus urheberrechtlichen Gründen bei ihren jeweiligen Rechteinhabern.
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