Magic – Meyer & Sohn
Huss-Klassiker von 1989 mit zwölf beweglichen Gondeln
Betreiber: Meyer & Sohn (Stahnsdorf) · seit 2014
Magic – Meyer & Sohn ist ein reisendes Rundfahrgeschäft des deutschen Herstellers Huss aus dem Jahr 1989. Die Anlage gehört zur ersten Generation des Typs Magic und wird heute vom Schaustellerbetrieb Meyer & Sohn aus Stahnsdorf betrieben. Von außen siehst du eine runde Plattform mit vier großen Auslegern. Doch die eigentliche Besonderheit zeigt sich erst während der Fahrt: Hier drehen sich nicht nur die großen Arme, sondern auch die Gondelgruppen und die einzelnen Sitzeinheiten verändern ihre Ausrichtung.
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Das erwartet dich
- Mehrachsige Rotation
- Familienfreundlich
Besonderheiten & Rekorde
Frühes Exemplar des Huss-Magic-Typs (Magic Nr. 1); vier Hauptausleger mit jeweils drei beweglichen Gondeln. Nettogewicht laut Betreiber ca. 70 t.
Vier rotierende Arme, zwölf Gondeln und ständig neue Blickrichtungen: Dieser frühe Huss Magic verbindet klassische Kirmesoptik mit einem ungewöhnlichen Fahrablauf.
Das Geschäft auf dem Kirmesplatz
Mit seinem großen, runden Aufbau braucht Magic eine entsprechend freie Fläche auf dem Festplatz. Für den Betrieb nennt Meyer & Sohn einen Durchmesser von ungefähr 23 Metern, eine Anschlussleistung von rund 220 Kilowatt und ein Nettogewicht von etwa 70 Tonnen. Hinter dieser auffälligen Konstruktion steckt damit nicht nur die eigentliche Fahrt, sondern auch ein aufwendiges reisendes Schaustellergeschäft.
Der Familienbetrieb verweist auf eine Schaustellertradition seit 1864 und bietet neben Magic weitere Attraktionen an. Eine solche Firmengeschichte ist allerdings nicht mit dem Baujahr des Fahrgeschäfts zu verwechseln: Der hier vorgestellte Magic stammt aus dem Jahr 1989. Wenn du das Geschäft auf einem Volksfest suchst, hilft dir außerdem der Name des Betreibers, denn Huss hat mehrere Magic-Anlagen gebaut. Weitere Fahrgeschäfte findest du in unserer Attraktionsübersicht.
Magic – Meyer & Sohn: So läuft die Fahrt ab
In der Mitte des Magic bewegen sich vier Hauptausleger um das Zentrum. An jedem Ausleger sitzt ein Gondelkreuz mit drei Gondeln. Dadurch sind insgesamt zwölf Gondeln unterwegs, in denen jeweils vier Fahrgäste Platz finden. Die verschiedenen Drehbewegungen überlagern sich. Während du gerade noch nach außen schaust, kann deine Gondel im nächsten Moment in eine andere Richtung schwenken. Gleichzeitig verändert sich durch die Bewegung der Ausleger auch ihre Position gegenüber der Plattform.
Das macht die Fahrt weniger vorhersehbar als bei einem klassischen Kettenkarussell. Vor allem die wechselnden Blickrichtungen und die Kombination mehrerer Drehachsen prägen das Fahrgefühl. Außerdem wirkt der Ablauf vom Rand des Festplatzes anders als aus einem der Sitze: Von außen erkennst du die vier großen Arme besonders gut, während du in der Gondel die zusätzlichen Bewegungen unmittelbar mitbekommst.
Allgemein
- Hersteller
- Huss (Deutschland)
- Modell
- Magic (Nr. 1)
- Baujahr
- 1989
- Baunummer
- 54 011
Fahrzeuge & Kapazität
- Gondeln
- 12
- Personen pro Gondel
- 4
Aufbau & Transport
- Platzbedarf
- 23 × 23 m
- Anschlusswert
- 220 kW
Magic – Meyer & Sohn: Die Geschichte
Das Karussell wurde 1989 von Huss gebaut und wird in der Fahrgeschäftsdatenbank Ride-Index als „Magic Nr. 1“ geführt. Es ist damit eines der frühen Exemplare dieses Fahrgeschäftstyps. Die erste dokumentierte Betreiberstation war Ludewigt aus Oldenburg, wo die Anlage von 1989 bis 1990 geführt wurde. Danach folgte von 1991 bis 1996 Kopp aus Paris.
Im Jahr 1997 erscheint zunächst Meyer aus Dresden in der Betreiberhistorie. Von 1997 bis 2006 war das Geschäft bei Hainlein & Meyer in Berlin gelistet, anschließend von 2007 bis 2013 bei Rudi Hainlein. Seit 2014 wird die Anlage Meyer & Sohn zugerechnet. Die wechselnden Betreiber gehören zur Geschichte genau dieses Magic; andere Huss-Magic-Fahrgeschäfte mit ähnlichem Namen sind eigenständige Anlagen.
Chronik
1989–1990 Ludewigt (Oldenburg); 1991–1996 Kopp (Paris); 1997 Meyer (Dresden); 1997–2006 Hainlein & Meyer (Berlin); 2007–2013 Rudi Hainlein (Berlin); seit 2014 Meyer & Sohn (Stahnsdorf).
- Betreiber
- Meyer & Sohn (Stahnsdorf)
- Beim Betreiber seit
- 2014
- Betriebsform
- Reisend
- Status
- Aktiv / in Betrieb
Frühere Betreiber
Ludewigt (1989–1990), Kopp (1991–1996), Meyer (1997), Hainlein & Meyer (1997–2006), Rudi Hainlein (2007–2013), laut Ride-Index.
Für wen eignet sich der Huss Magic?
Meyer & Sohn bezeichnet Magic selbst als Fahrklassiker für die ganze Familie. Trotzdem ist das keine gemütliche Karussellrunde. Die ineinandergreifenden Drehbewegungen können gerade dann intensiv wirken, wenn du auf wechselnde Rotationsrichtungen empfindlich reagierst. Wer Rundfahrgeschäfte mag und nicht unbedingt Überschläge sucht, findet hier ein anderes Fahrerlebnis als bei einem typischen Break Dance oder einem reinen Hochfahrgeschäft.
Ob Kinder mitfahren dürfen, entscheidet sich nicht allein am familienfreundlichen Charakter der Anlage. Maßgeblich sind immer die aktuellen Größen- und Altersvorgaben sowie die Anweisungen des Personals am Geschäft. Auch die tatsächlich gefahrene Intensität kann sich je nach Betriebsablauf unterscheiden. Deshalb lohnt es sich, vor dem Einsteigen einen Blick auf den gerade laufenden Fahrzyklus zu werfen.
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