80 Fahrgeschäfte, 80 weitere Stände und 60.000 Quadratmeter mitten in Bordeaux: Die Foire aux Plaisirs gehört zu den größten mobilen Vergnügungsparks Frankreichs. Ihre Herbstausgabe 2026 belebt die Place des Quinconces fast vier Wochen lang. Du kannst Familienfahrten, Hochfahrgeschäfte, Kinderangebote, Spiele und französische Kirmesgastronomie mit einem Stadtbesuch verbinden. Hier findest du ausschließlich bestätigte Termine, Größenangaben und praktische Hinweise.
Foire aux Plaisirs Bordeaux Herbst 2026: Termine
Die Foire aux Plaisirs Bordeaux – Herbst 2026 läuft vom Freitag, 9. Oktober, bis Sonntag, 1. November. Ausgewählte Gastronomiestände, Spiele und einige Fahrgeschäfte öffnen täglich bereits um 11 Uhr. Der Veranstalter nennt ausdrücklich Riesenrad, Autoscooter und Kinderfahrgeschäfte als frühe Angebote. Ab 14 Uhr sollen alle Stände und Attraktionen geöffnet sein.
Von Sonntag bis Donnerstag schließt das Gelände um Mitternacht. Freitags und samstags läuft der Betrieb bis 2 Uhr nachts. Diese Regel gilt außerhalb der Abende vor gesetzlichen Feiertagen; kurzfristige Sonderzeiten sind daher möglich. Der Zugang zur Place des Quinconces ist kostenlos. Fahrten, Spiele, Speisen und Getränke bezahlst du einzeln bei den jeweiligen Betrieben.
Ein allgemeiner Fahrpreis oder eine vollständige Preisliste ist noch nicht veröffentlicht. Auch bestätigte Herbst-Rabatttage fehlen bislang. Aktionen der Frühjahrsausgabe werden deshalb nicht übertragen. Wenn du mit Kindern kommst, sind die Stunden ab 11 Uhr oft praktischer, das vollständige Angebot startet jedoch erst um 14 Uhr.
80 Fahrgeschäfte auf 60.000 Quadratmetern
Der offizielle Lageplan nennt 80 Fahrgeschäfte, 80 Spiel-, Verkaufs- und Gastronomiestände, 60.000 Quadratmeter Veranstaltungsfläche und zehn Gassen. Der Veranstalter bezeichnet die Foire außerdem als drittgrößte Kirmes Frankreichs. Diese Zahlen beschreiben die reguläre Größenordnung der Veranstaltung und sind belastbarer als schwankende Schätzungen einzelner Besucherzahlen.
Die Foire belegt die große Esplanade der Place des Quinconces zwischen Monument aux Girondins und Garonne. Der Platz gehört zum historischen Zentrum von Bordeaux und bietet genug Raum für Großfahrgeschäfte, breite Laufwege und zahlreiche Buden. Trotz der klaren Grundstruktur kann die genaue Platzierung einzelner Geschäfte je Ausgabe wechseln. Orientiere dich daher am aktuellen Geländeplan.
Für deinen Rundgang kannst du die zehn Gassen nacheinander ablaufen. Lege bei einem Besuch mit mehreren Personen einen Treffpunkt fest, etwa am Riesenrad oder am Monument aux Girondins. An Wochenendabenden wird es voll, und die Beleuchtung der Geschäfte erschwert die Orientierung zusätzlich.
Fahrgeschäfte für Familien und Kinder
Das offizielle Attraktionsverzeichnis ordnet die Angebote in Kinder-, Familien- und Thrill-Fahrgeschäfte. Für Familien werden unter anderem Mouse Coaster, Pirate Aventure, King Kong, Phantom Manor, Laser Pix, Gold Digger und das Riesenrad vorgestellt. Der Mouse Coaster ist eine familienorientierte Achterbahn; begleitet ist eine Fahrt laut Betreiber ab 1,10 Meter möglich, allein ab 1,40 Meter.
Für jüngere Gäste listet die Veranstaltungsseite Baby Skooter, Crazy Gliss, Orient Express, Indy Car, Royaume Enfantin und Aventure Land. Diese Auswahl zeigt die Bandbreite, ist aber nicht als endgültige Herbst-Beschickerliste gekennzeichnet. Ob jedes aufgeführte Geschäft vom 9. Oktober bis 1. November tatsächlich vor Ort steht, kann sich deshalb noch ändern.
Prüfe vor jeder Fahrt Mindestgröße, Altersempfehlung und weitere Sicherheitsregeln am Eingang. Die Vorgaben unterscheiden sich je Anlage. Kinder sollten nicht allein durch das weitläufige Gelände laufen. Armband oder Zettel mit einer erreichbaren Telefonnummer kann bei großem Andrang hilfreich sein.
Thrill-Rides und aktuelle Veranstalterauswahl
Für Fans intensiver Fahrten führt das offizielle Verzeichnis Namen wie Banzaï, Aviator, Rotor, Take Off, Mega King Tower, Bomber Maxxx, Inversion 360, Techno Power und Infinity. Der Bomber Maxxx wird mit einem mehr als 60 Meter hohen Arm beschrieben. Inversion 360 verlangt laut Veranstaltungsseite eine Mindestgröße von 1,40 Meter.
Auch hier gilt: Das Verzeichnis bildet die aktuelle Auswahl auf der Veranstalterseite ab, nicht zwingend die abgeschlossene Beschickung der Herbstausgabe. Deshalb solltest du diese Namen als Orientierung verwenden und vor einer weiten Anreise wegen eines einzelnen Fahrgeschäfts nochmals den aktuellen Plan prüfen. Vorjahreslisten sind kein Teilnahmebeleg für 2026.
Die Mischung aus Hochfahrgeschäften und traditionsreichen Anlagen ist ein prägendes Merkmal der Foire. Der Rotor verweist auf eine Fahrgeschäftsidee aus den 1940er-Jahren, während moderne Anlagen mit großen Höhen und Überschlägen arbeiten. So kannst du klassische Schaustellertechnik und aktuelle Thrill-Konzepte auf demselben Platz erleben.
Gastronomie, Spiele und Rahmenprogramm
Zur Foire gehören zahlreiche Imbiss-, Süßwaren-, Spiel- und Verkaufsstände. Ausgewählte gastronomische Angebote öffnen täglich ab 11 Uhr. Der Veranstalter bewirbt unter anderem typische Kirmessüßigkeiten und herzhafte Snacks; eine vollständige Gastronomieliste für den Herbst liegt noch nicht vor. Ein zentrales Festzelt wie auf deutschen Volksfesten ist nicht angekündigt.
Auch Spielgeschäfte gehören zu den 80 zusätzlichen Ständen. Dazu zählen üblicherweise Geschicklichkeits- und Gewinnspiele, deren konkrete Besetzung und Preise noch nicht vollständig veröffentlicht sind. Setze dir vorab ein Budget, weil sich einzelne Fahrten und Spiele über einen langen Besuch schnell summieren können.
Für frühere Ausgaben gab es Rabatt-, Benefiz- und Showtermine. Das konkrete Rahmenprogramm für Herbst 2026 ist derzeit jedoch noch offen. Frühjahrsaktionen wie ermäßigte Märztage oder der damalige Benefizabend gelten nicht automatisch im Oktober. Ebenso wenig sind momentan Feuerwerk, Halloweenprogramm oder reizarme Betriebszeiten offiziell bestätigt.
Eine Bordelaiser Tradition seit 1431
Die Geschichte der Foire reicht laut Veranstalter bis 1431 zurück. Sie wurde vom englischen König gegründet und fand zunächst an den Kais zwischen Place de la Bourse und Place de la Monnaie statt. Im 16. Jahrhundert legten die Könige Charles VII. und Charles IX. Termine im März und Oktober fest. Daraus entwickelte sich die bis heute übliche Frühjahrs- und Herbstausgabe.
Seit 1853 findet die Foire auf der Place des Quinconces statt. Der Veranstalter verbindet diesen Umzug mit der Rückgewinnung des Platzes für die Bordelaiser Bevölkerung. Zuvor stand dort das Château Trompette, das als Symbol der Unterdrückung galt. Die Foire ist daher nicht nur Freizeitangebot, sondern Teil der Stadtgeschichte und des öffentlichen Lebens.
Die Place des Quinconces liegt innerhalb des UNESCO-Welterbegebiets von Bordeaux. Die Formulierung des Veranstalters, die Foire selbst sei „UNESCO-klassifiziert“, solltest du als Hinweis auf diesen geschützten städtischen Kontext verstehen. Der historische Standort macht den besonderen Reiz aus: moderne Fahrgeschäfte stehen in einer monumentalen Innenstadtlandschaft.
Anreise mit Tram, Bahn, Fahrrad und P+R
Der Veranstalter empfiehlt ausdrücklich, das Auto zu vermeiden. Die Place des Quinconces liegt zentral und ist mit Tram, Bus, Fahrrad und der Flussverbindung des TBM-Netzes erreichbar. Von Bordeaux Saint-Jean fährst du mit der Straßenbahn Richtung Zentrum; die Haltestelle Quinconces liegt unmittelbar am Festgelände. Prüfe kurz vor der Fahrt aktuelle Linienführungen.
Wenn du aus dem Umland mit dem Auto kommst, ist ein Park-and-Ride-Platz sinnvoll. Die TBM-Anlagen sind grundsätzlich während des Straßenbahnbetriebs geöffnet: montags bis mittwochs sowie sonntags und feiertags etwa von 5 bis 1 Uhr, donnerstags bis samstags von 5 bis 2 Uhr. Einzelne Anlagen haben abweichende Regeln. Beachte besonders an späten Kirmesabenden die jeweilige Schließzeit.
Fahrräder kannst du an regulären Abstellanlagen rund um das Zentrum parken. Der Weg zu Fuß ist ebenfalls gut machbar, wenn du bereits in der Innenstadt bist. Eine aktuelle Übersicht zu Termin, Öffnungszeiten und möglichen Ergänzungen findest du auf der Eventseite der Foire aux Plaisirs Bordeaux.
Plane für die Heimfahrt einen Zeitpuffer ein: Freitags und samstags schließt die Kirmes erst um 2 Uhr, reguläre Tram- und P+R-Zeiten können aber früher enden oder vom jeweiligen Startpunkt abhängen. So vermeidest du, nach dem letzten Fahrgeschäft ohne passende Verbindung dazustehen.
