
Riesenrad 1925 – Willenborg
Das restaurierte Kult-Riesenrad von 1925 mit Konzertorgel
Betreiber: Schaustellerfamilie Willenborg (München)
Riesenrad 1925 Willenborg ist kein gewöhnliches modernes Panoramarad. Das historische Fahrgeschäft wurde bereits 1925 als „Russische Schaukel“ gebaut und begeistert mit seinem vergleichsweise kleinen Rad, zwölf Gondeln und einer traditionsreichen Konzertorgel. Wenn du nostalgische Kirmesattraktionen magst, erlebst du hier eine Fahrt, bei der die Geschichte selbst zum Erlebnis gehört. Das Riesenrad war jahrzehntelang als „Russenrad“ bekannt und trägt inzwischen den Namen „Riesenrad 1925“.
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Das erwartet dich
- Höhenfahrt mit Aussicht
- Familienfreundlich
Besonderheiten & Rekorde
Historisches Riesenrad mit mechanischer Konzertorgel der Firma Bruder aus Waldkirch; über 100 Jahre alte, erhaltene und restaurierte Anlage.
Zwölf Gondeln, eine historische Konzertorgel und überraschend lebendige Runden: Das Riesenrad 1925 zeigt, wie viel Fahrspaß in einem kleinen Stück Schaustellergeschichte steckt.
Riesenrad 1925 Willenborg: So fühlt sich die Fahrt an
Während moderne Riesenräder meist sehr langsam zu großen Aussichtsrunden ansetzen, steht bei dieser historischen Anlage das klassische Gefühl einer Russischen Schaukel im Mittelpunkt. Du steigst in eine der Gondeln und bewegst dich auf einer deutlich kompakteren Kreisbahn als bei den großen Stadträdern. Dadurch wirkt die Fahrt unmittelbarer, und der Wechsel zwischen oberstem und unterstem Punkt wird stärker wahrgenommen. Trotzdem ist das Angebot vor allem für Familien und Fans historischer Jahrmarktstechnik interessant.
Besonders reizvoll ist die Verbindung aus Fahrbewegung, liebevoll gestalteter Front und Musik. Denn zur Anlage gehört eine alte Konzertorgel der Firma Bruder aus Waldkirch, die mit Notenrollen gespielt wird. Schon vor dem Einstieg lohnt es sich deshalb, einen Moment zuzuhören und die Details der Dekoration zu betrachten. Außerdem lässt sich das Fahrgeschäft durch seine kompakte Bauweise gut aus verschiedenen Blickwinkeln erleben.
Allgemein
- Hersteller
- Karussellfabrik Franz Gundelwein (Thüringen)
- Modell
- Russische Schaukel / historisches Riesenrad
- Baujahr
- 1925
- Premiere
- 1925
- Originalname
- Russische Schaukel
- Auch bekannt als
- Russenrad; Russische Schaukel; Münchner Russenrad
Fahrt
- Höhe
- 14 m
Fahrzeuge & Kapazität
- Gondeln
- 12
- Personen pro Gondel
- 4
Aufbau & Transport
- Platzbedarf
- 12 × 8 m
Geschichte des Riesenrad 1925 Willenborg
Der Schwabinger Schuhmacher Josef Esterl gab 1925 den Bau in Auftrag. Im Juni desselben Jahres nahm die Anlage den Betrieb auf. Gefertigt wurde sie von der Karussellfabrik Franz Gundelwein in Thüringen. Über mehrere Generationen blieb das Rad im Umfeld der Familie Esterl. Später waren Herbert Koppenhöfer und Edith Simon die Eigentümer, bevor die Schaustellerfamilie Willenborg das Geschäft übernahm.
Eine umfassende Überholung im Jahr 2022 bewahrte die Anlage vor dem Verschwinden. Danach kehrte sie in restaurierter Form mit weiß-blauer Farbgestaltung zurück. Der neue Name „Riesenrad 1925“ macht seit 2025 das Baujahr zum Erkennungsmerkmal. Wichtig ist die Unterscheidung zum viel größeren Oktoberfest-Riesenrad derselben Schaustellerfamilie: Hier geht es ausdrücklich um das historische kleine Rad, nicht um die moderne Großanlage.
Besuchstipps und Hintergrund
Schau dir vor dem Kauf eines Fahrscheins die ausgehängten Regeln an. Konkrete Preise, Mindestgrößen und Betriebszeiten können je nach Gastspiel abweichen. Plane etwas Zeit ein, um auch die Fassade zu betrachten, statt direkt nach der Fahrt weiterzugehen. Aktuelle Gastspiele findest du über die Attraktionsübersicht und die verknüpften Veranstaltungen.
Chronik
1925 von Josef Esterl in Auftrag gegeben; Inbetriebnahme im Juni 1925. Fassade in den 1950er-Jahren verändert. Übernahme durch die Familie Willenborg, Generalüberholung 2022, Rückkehr mit weiß-blauer Farbgestaltung 2023; seit 2025 Name „Riesenrad 1925“ statt „Russenrad“.
- Betreiber
- Schaustellerfamilie Willenborg (München)
- Betriebsform
- Reisend
- Status
- Aktiv / in Betrieb
Frühere Betreiber
Josef Esterl (Erstbesitzer); später die Familie Esterl, zuletzt Herbert Koppenhöfer und Edith Simon; anschließend Willenborg.
Für wen eignet sich die nostalgische Riesenradfahrt?
Wenn du mit Kindern unterwegs bist, ist das Rad eine Alternative zu lauten Hochfahrgeschäften. Allerdings können sich historische Riesenräder anders anfühlen als moderne Aussichtsattraktionen; achte deshalb auf die Hinweise des Personals zu Begleitung und Einstieg. Wer alte Technik, historische Volksfeste oder mechanische Musik liebt, findet ebenfalls einen besonderen Anziehungspunkt. Zudem bietet sich die Anlage als Motiv für Fotos der restaurierten Gondeln und der Orgel an.
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