Augsburger Herbstplärrer 2026: Vom 28. August bis 13. September verwandelt sich der Kleine Exerzierplatz in Schwabens größtes Volksfest. Rund 85 Schausteller und Wirte verteilen sich auf 36.000 Quadratmetern Festgelände. Zwei große Festzelte, moderne und nostalgische Fahrgeschäfte, bayerische Gastronomie, Familientage und Feuerwerke machen den Herbstplärrer zu einem der wichtigsten Volksfeste in Bayerisch-Schwaben. Der Eintritt auf das Gelände ist frei – du zahlst nur für Fahrten, Spiele, Speisen und Getränke.
Wann findet der Augsburger Herbstplärrer 2026 statt?
Der Augsburger Herbstplärrer 2026 beginnt am Freitag, 28. August, und endet am Sonntag, 13. September. Damit kannst du das Fest an 17 aufeinanderfolgenden Tagen besuchen. Von Montag bis Donnerstag öffnet das Gelände um 12 Uhr und schließt um 23 Uhr. Freitags läuft der Betrieb von 12 bis 23.30 Uhr, samstags von 10.30 bis 23.30 Uhr und an Sonn- sowie Feiertagen von 10.30 bis 23 Uhr.
Die unterschiedlichen Öffnungszeiten helfen dir bei der Planung: Für einen ruhigeren Familienbesuch eignen sich die frühen Stunden an einem Werktag. Wenn du Festzeltstimmung und beleuchtete Fahrgeschäfte erleben möchtest, sind Freitag- und Samstagabend interessanter. Beachte dabei die geltenden Jugendschutz- und Zutrittsregeln. Alle zentralen Eckdaten findest du auch auf der Terminseite zum Augsburger Herbstplärrer 2026.
Vom „Geplärre“ zu Schwabens größtem Volksfest
Die historischen Wurzeln des Plärrers reichen mehr als 1.000 Jahre zurück. Ausgangspunkt waren die Augsburger Dulten: Märkte unter freiem Himmel, auf denen neben Händlern auch Gaukler, Artisten, Schießstände und andere Unterhaltungsangebote zu finden waren. Weil sich Anwohner der heutigen Maximilianstraße über den Lärm von Schießbuden und Schiffschaukeln beschwerten, wurden Markt und Vergnügung voneinander getrennt. Aus dem unerwünschten „Geplärre“ entstand der Name, der heute in Augsburg positiv besetzt ist.
1878 veranstaltete die Stadt erstmals ein eigenes Volksfest auf dem Kleinen Exerzierplatz. Dieser Standort wird bis heute zweimal jährlich genutzt: für den Osterplärrer und den Herbstplärrer. Die Bierzelte kamen erst später hinzu. Nach dem Ende eines länger geltenden Alkoholverbots entstanden ab 1927 zunächst eine Bierbude und kurz darauf zwei Ausschankzelte. Heute sind die großen Zelte fester Bestandteil des Plärrer-Erlebnisses.
Die offiziellen Zahlen zeigen die Dimension: Das Festgelände umfasst etwa 36.000 Quadratmeter, rund 85 Schausteller und Wirte bauen ihre Geschäfte auf, und die Frontlänge aller Betriebe summiert sich auf mehr als einen Kilometer. Der Veranstalter nennt ungefähr 600.000 Besuche pro Ausgabe beziehungsweise bis zu 1,2 Millionen im Jahr für beide Plärrer zusammen.
Fahrgeschäfte und Attraktionen auf dem Herbstplärrer
Der Plärrer verbindet Hightech-Fahrgeschäfte mit nostalgischen Schaustellerbetrieben. Zum Grundangebot gehören rasante Attraktionen für Adrenalin-Fans, Autoscooter, Kinderfahrgeschäfte, Geschicklichkeits- und Spielgeschäfte sowie klassische Volksfestangebote. Die offizielle Seite kündigt für den Herbstplärrer 2026 ausdrücklich neue Fahrgeschäfte und viel Bewährtes an.
Eine vollständige namentliche Beschickerliste für 2026 ist zum aktuellen Recherchestand jedoch noch nicht veröffentlicht. Deshalb werden Fahrgeschäfte früherer Ausgaben nicht automatisch als bestätigt dargestellt. Welche Neuheiten tatsächlich aufbauen und an welcher Stelle sie stehen, lässt sich kurz vor Festbeginn am zuverlässigsten über den interaktiven Übersichtsplan prüfen.
Das Angebot richtet sich ausdrücklich an unterschiedliche Altersgruppen. Familien finden Fahrspaß für kleinere Kinder und klassische Karussells, während Jugendliche und Erwachsene schnellere Anlagen wählen können. Auch Gäste, die nicht fahren möchten, können das Gelände über Losbuden, Wurf- und Geschicklichkeitsspiele, Süßwarenstände sowie die Gastronomie erleben. Der Plärrer ist grundsätzlich barrierefrei; bei einzelnen Fahrgeschäften gibt es spezielle Einstiegsmöglichkeiten oder barrierefreie Sitzplätze.
Binswanger Zelt, Schaller Festzelt und Gastronomie
Die beiden großen Bierzelte bilden den gastronomischen Mittelpunkt. Das Binswanger Zelt der Familien Hatzelmann und Kempter bietet Platz für rund 3.200 Personen. Im Schaller Festzelt der Familie Held können etwa 2.500 Gäste feiern. Zusammen stehen damit ungefähr 5.700 Plätze zur Verfügung. Beide Betriebe veröffentlichen eigene Musikprogramme und nehmen Tischreservierungen direkt entgegen; über die allgemeine Plärrer-Website kannst du keinen Tisch buchen.
In den Zelten erwarten dich bayerische Volksfestküche, Brotzeiten, warme Gerichte und Getränke sowie ein wechselndes Unterhaltungsprogramm. Reservieren solltest du vor allem für Freitag- und Samstagabend. Für spontane Besuche oder einen Mittagsausflug gibt es außerhalb der Hauptzeiten bessere Chancen auf freie Plätze. Prüfe dennoch die jeweiligen Reservierungsregeln, denn Mindestabnahmen und Einlassbedingungen können sich unterscheiden.
Auf dem Gelände ergänzen Imbiss-, Getränke- und Süßwarenbetriebe die Festzelte. Das Spektrum reicht von herzhaften Volksfestklassikern über regionale Schmankerl bis zu gebrannten Mandeln und anderen Süßigkeiten. Der Veranstalter veröffentlicht keine einheitliche Preisliste, weil jeder Betrieb sein Angebot selbst verantwortet. Verbindliche Preise findest du daher direkt an den Ständen beziehungsweise auf den Seiten der Festwirte.
Familientage, Feuerwerk und Abendprogramm
Zu den wichtigsten Programmpunkten gehören die Familientage am Mittwoch. Für die 17 Festtage fallen sie auf den 2. und 9. September. Das städtische Veranstaltungsportal kündigt an diesen Tagen vergünstigte Preise und spezielle Angebote für Familien und Kinder an. Wenn du mehrere Fahrgeschäfte ausprobieren möchtest, lohnt sich ein Besuch am Nachmittag besonders.
Auch die Freitagabende sind fest im Kalender verankert. Während des Herbstplärrers wird traditionell an allen drei Freitagen ein Feuerwerk über dem Festgelände gezündet – 2026 betrifft das den 28. August sowie den 4. und 11. September. Die genaue Uhrzeit solltest du vor dem Besuch im aktuellen Tagesprogramm kontrollieren. Für einen guten Blick eignet sich ein freier Bereich des Festgeländes; halte Flucht- und Rettungswege frei.
Das weitere Bühnen- und Musikprogramm organisieren insbesondere die beiden Festzelte. Bands und Unterhaltung wechseln täglich. Wer gezielt zu einer bestimmten Gruppe möchte, sollte den Zeltkalender prüfen und reservieren. Für einen spontanen Rundgang reicht dagegen der allgemeine Übersichtsplan, der Fahrgeschäfte, Gastronomie, Toiletten und Servicepunkte abbildet.
Barrierefreiheit, Jugendschutz und Besuchstipps
Der Plärrer ist barrierefrei angelegt. Rampen erleichtern den Zugang zu den Festzelten, und auf dem Gelände gibt es behindertengerechte Toiletten. Eine „Toilette für alle“ sowie Wickelmöglichkeiten sind ebenfalls ausgewiesen. Behindertenparkplätze befinden sich an der Schwimmschulstraße bei der Polizeiwache. Da die tatsächliche Nutzbarkeit eines Fahrgeschäfts von Bauart und Sicherheitsvorgaben abhängt, solltest du bei Bedarf direkt das Betriebspersonal ansprechen.
Für Minderjährige gelten klare Aufenthalts- und Zeltregeln. Unter 16-Jährige dürfen sich ohne eine personensorgeberechtigte oder erziehungsbeauftragte Begleitung ab 20 Uhr nicht mehr auf dem Festgelände aufhalten. In Begleitung dürfen Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren bis 22 Uhr und Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren bis 24 Uhr bleiben. Der sogenannte Muttizettel wird auf dem Plärrergelände nicht anerkannt.
Ab 17 Uhr gelten in den Festzelten zusätzliche Altersgrenzen: Im Schaller Festzelt ist der Zutritt laut Veranstalter ab 18 Jahren möglich, im Binswanger Zelt ab 16 Jahren. Haustiere sind auf dem Gelände nicht gestattet. Kinderwagen, Fahrrad-Kinderanhänger und notwendige Mobilitätshilfen dürfen dagegen genutzt werden.
Anreise und Augsburger Herbstplärrer 2026 im Überblick
Das Plärrergelände liegt an der Langenmantelstraße Ecke Kesterstraße. Die bequemste Anreise erfolgt mit der Straßenbahnlinie 4 bis zur Haltestelle „Plärrer“. Werktags fährt sie tagsüber in dichter Taktung, abends sowie an Wochenenden gelten angepasste Intervalle. Vom Augsburger Hauptbahnhof und vom Bahnhof Oberhausen erreichst du das Gelände laut Veranstalter jeweils in ungefähr 15 Minuten zu Fuß.
Für Autos gibt es nur begrenzte Stellplätze. Empfohlen werden Parkflächen an der Holzbachstraße sowie auf dem Grundstück zwischen Holzbach-, Bad- und Schwimmschulstraße. Reisebusse sollen zum Ein- und Aussteigen den Busparkplatz der Telekom nutzen. Taxistände findest du auf der Südseite der Badstraße zwischen Holzbachstraße und Schwimmschulstraße. Wegen der knappen Kapazitäten bleibt der öffentliche Nahverkehr die bessere Wahl.
Der Augsburger Herbstplärrer 2026 bietet 17 Tage Volksfestvergnügen mit zwei großen Festzelten, etwa 85 Betrieben, Familientagen und drei Feuerwerken. Welche neuen Fahrgeschäfte teilnehmen, wird der Übersichtsplan zeigen. Prüfe kurz vor deinem Besuch Tagesprogramm, Zeltreservierung und aktuelle Verkehrsinfos. Den Termin kannst du dir über die EventON-Seite des Augsburger Herbstplärrers vormerken.
