Olympia Looping: Erlebnis und Bewegungsablauf
Olympia Looping ist eine transportable Großachterbahn mit fünf vertikalen Loopings. Nach dem Verlassen des Bahnhofs werden die Züge über zwei elektronisch gesteuerte Aufzüge auf die Strecke gebracht. Es folgen schnelle Abfahrten, weite Kurven, Richtungswechsel und die fünf ringförmig angeordneten Überschläge. Die Fahrt erreicht nach Betreiberangaben bis zu 100 Kilometer pro Stunde und verbindet hohes Tempo mit wiederholten positiven Kräften. Trotz der großen Dimensionen ist die Anlage vollständig für den Reisebetrieb ausgelegt.
Bauart, Betreiber und Geschichte
Betreiber ist R. Barth und Sohn KG aus der Schaustellerfamilie Barth. Die Idee stammt von Rudolf Barth senior; geplant wurde die Bahn von 1983 bis 1985, gebaut wurde sie zwischen 1985 und 1988. Die Weltpremiere fand 1989 auf dem Münchner Oktoberfest statt. Die Konstruktion entstand in Verbindung mit dem Achterbahnbauer Anton Schwarzkopf und gilt bis heute als eine der bekanntesten reisenden Stahlachterbahnen Europas.
Technik und Fahrerlebnis
Die Schienenlänge beträgt 1.250 Meter. Die Fahrbahnhöhe liegt bei 32,5 Metern, die Gesamthöhe bei 38,5 Metern. Die Anlage benötigt eine Grundfläche von rund 86,5 mal 38,5 Metern und wiegt etwa 900 Tonnen. Je nach Zugkonfiguration können 20 bis 28 Fahrgäste gemeinsam fahren. Als maximale vertikale Belastung nennt der Betreiber 5,2 g. Ein doppelt gesichertes Blocksystem, automatisch arbeitende Bremsen und vier Wartefelder steuern die Zugfolge.
Gestaltung und Besonderheiten
Das prägende Gestaltungselement sind die fünf farbigen Loopings in Form der olympischen Ringe. Die offene Stahlkonstruktion macht Strecke, Züge und Bewegungsablauf vom Festplatz aus gut sichtbar. Der Aufbau erfordert nach Betreiberangaben zehn Monteure und jeweils etwa eine Woche für Auf- beziehungsweise Abbau. Für die Bahn werden zahlreiche Transporte und großformatige Komponenten bewegt, was ihre Dimension als reisende Anlage besonders deutlich macht.
Wichtige Hinweise für Besucher
Fünf Überschläge, bis zu 100 Kilometer pro Stunde und Kräfte bis 5,2 g machen die Fahrt körperlich anspruchsvoll. Das Thrill-Level wird redaktionell mit 6 von 6 eingeordnet. Die Anlage richtet sich vor allem an erfahrene Achterbahnfahrer und Besucher, die wiederholte Überkopfpassagen vertragen. Maßgeblich sind die aktuellen Größen-, Alters-, Gesundheits- und Teilnahmebedingungen sowie die Anweisungen des Betreibers vor Ort.
Fazit: Olympia Looping auf dem Festplatz
Olympia Looping verbindet die Dimensionen einer großen Stahlachterbahn mit vollständiger Transportierbarkeit. Die lange Strecke, fünf Loopings, hohe Geschwindigkeit und starken Kräfte prägen den Fahrablauf. Damit bleibt die Bahn ein technisch außergewöhnlicher Vertreter unter den reisenden Achterbahnen.

